Neugeborene Kaninchen kommen als typische Nesthocker auf die Welt. Sie sind nackt, blind und taub. Neugeborene Zwergkaninchen wiegen um die 25 Gramm. Sie brauchen anfangs viel Wärme. Dicht aneinander gekuschelt liegen sie in ihrem Nest aus Wolle und Stroh. Hier herrscht immer eine Temperatur von um die 35 Grad.


                    

Geduldig und still warten die Kleinen, bis endlich ihre Mutter kommt. Dies geschieht ein-, höchstens zweimal am Tag. Eifrig streben die Jungen zu den Zitzen der Mutter und saugen. Dabei bleibt die Häsin in Hockstellung, während die Kleinen auf dem Rücken unter ihrem Bauch liegen. Nach jedem Füttern leckt die Häsin den Babys den Bauch, regt dadurch die Darmtätigkeit an und frisst die Ausscheidungen der Kleinen, damit das Nest sauber bleibt. Vor allem die Kolostralmilch, die gleich nach der Geburt aus den Zitzen der Mutter fließt, ist sehr eiweißreich und enthält wichtige Schutzstoffe. 

Mit den folgenden Bildern aus meinen Würfen nebst dazugehöriger Erklärung möchte ich die Entwicklung der Zwergkaninchen ein bisschen dokumentieren (links der Wurf von Luna und Anubis, rechts der Wurf von Angel und Krümel). 


          5. bis 8. Lebenstag


       
  

Ab dem 4. bis 5. Tag nach der Geburt haben sich auf der anfänglich noch nackten Haut ganz kurze, dicht anliegende Haare gebildet. Sie fühlen sich wie Samt an. Nun erkennt man auch schon recht deutlich die spätere Fellfärbung. Nach einer Woche wiegen die kleinen Kaninchen doppelt soviel wie bei der Geburt und dies, obwohl sie nur ein-, höchstens zweimal innerhalb von 24 Stunden gefüttert werden. Kaninchenmilch ist hochkonzentrierte Kraftnahrung. Sie enthält viermal soviel Eiweiß wie Kuhmilch, ist fünfmal so fett und enthält auch fünfmal soviel Kalzium.


         9. bis 14. Lebenstag




 

 

Die Kaninchen öffnen die Augen und Ohren, können sehen und hören. Die vorher geschlossenen, nach hinten gelegten Öhrchen werden nun aufrecht getragen und ein erstes Ohrspiel ist zu beobachten. Das Geburtsgewicht hat sich zwischenzeitlich vervierfacht. Zwei Wochen alte Kaninchen haben ein dichtes flauschiges Babyfell, und die mutigsten unten den Kleinen krabbeln das erste Mal ganz vorsichtig aus dem Wurfhäuschen oder Nest. Andere warten damit, bis sie 3 Wochen alt sind. Nun kann man erste zaghafte Putzversuche bei den Kleinen beobachten, wobei sie noch etwas Probleme mit dem Gleichgewicht haben.

         Mit 3 Wochen

 

 



 

Mit 3 Wochen werden die Ausflüge mutiger, die Körperbeherrschung wird besser. Nun klappt es auch mit dem Männchen machen ohne unzufallen. Neugierig knabbern die Kleinen an den Heuhalmen und am Futter herum. Das Geburtsgewicht hat sich nun versechsfacht. 


          Mit 4 bis 5 Wochen




  




 

      

 

 

4 bis 5 Wochen alten Kaninchen bietet man spezielles Aufzuchtfutter an (im Zoofachhandel erhältlich). Ebenfalls geeignet: Haferflocken und sehr wenig erstes zartes Grün, vor allem aber gutes Heu. Die Milchleistung der Mutter nimmt aber der 4. Woche langsam ab. Nun ist es wichtig, die kleinen täglich frei laufen zu lassen, damit sich Herz, Lunge und Muskeln kräftigen können. Es macht unheimlich viel Spaß, zu beobachten, wie sie wild umherjagen, in der Luft Haken schlagen und anfangen, ihre Umwelt zu erkunden.

          Ab 6 Wochen




 

 

   

 
 

Ab der 6. Lebenswoche stellen sich Magen- und Darmtrakt der Zwerge völlig auf feste Nahrung um, trotzdem trinken sie noch ab und zu bei der Häsin. Mit 7 bis 8 Wochen sind die Kleinen je nach Entwicklungsstand groß genug, um abgegeben zu werden. Nun können sie vollkommen selbständig fressen. Ab der 12. Lebenswoche werden sie geschlechtsreif !







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